Parodontose – richtig eigentlich “Parodontitis” – ist eine bakterielle Infektionskrankheit des Zahnhalteapparates. Bakterien verursachen zunächst eine Entzündung des Zahnfleisches, die unbehandelt zur Bildung von Zahnfleischtaschen führt.
In den Taschen setzen sich immer mehr Bakterien und in der Folge Zahnstein fest, dadurch werden die Taschen immer tiefer und die Angriffsfläche für krankmachende Keime immer größer.

Nach der vierten deutschen Mundgesundheitsstudie ( DMS ) aus dem Jahr 2006 leiden bereits über 70 % der 35- bis 44- jährigen Deutschen unter einer mittelschweren- bis schweren Parodontitis. Bei den Senioren sind es sogar fast 88 %.

Ein erhöhtes Risiko tragen Diabetiker, Osteoporosepatienten und Raucher.

Unbehandelt führt die Erkrankung zum schleichenden Abbau des Zahnhalteapparates und letztlich zum Zahnverlust. Die Parodontose nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Es ist eine Tatsache, dass Patienten nach dem 30. Lebensjahr mehr Zähne durch Parodontose als durch Karies verlieren.
Glücklicherweise gibt es wirksame Methoden mit denen man sich schützen kann.
Bei der modernen Parodontaltherapie werden die Taschen schonend und schmerzfrei unter Einsatz modernster Instrumentarien behandelt, indem die Wurzeloberfläche der Zähne von Konkrementen ( das sind verhärtete Bakterienbeläge ) befreit und gleichzeitig desinfiziert werden.
Jede Parodontosebehandlung erfordert für einen Langzeiterfolg allerdings zwingend die konsequente Umsetzung eines effektiven Prophylaxekonzeptes durch den Patienten.
Hier steht an erster Stelle die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt, das Entfernen des Zahnsteins und bei ausgeprägten Taschen eine systematische Parodontosebehandlung.
Das “absolute Muss” für den dauerhaften Erfolg der Behandlung ist jedoch die wirksame Bekämpfung der Bakterien durch Prophylaxe.

Als effektive Maßnahme empfehlen wir die Soloprophylaxe.